Inhaber im Interview

Große Ziele als Basis für den Erfolg

Im kommenden Dieses Jahr feiern wir das 10-jährige Firmenjubiläum der Firma MIK Motoren. Grund genug mal etwas aus den Anfängen der Schrauberei und dem Weg in Richtung Selbständigkeit zu erfahren. Im folgenden Interview führt Marvin Kobus uns die wesentlichen Ereignisse und die Art und Wiese der Veränderungen in der Firma seit Gründung 2011 auf.

„Ein erreichbares Ziel kann nur eine Etappe auf dem Weg ganz nach oben sein."

Als ich 2010 neben der Ausbildung beim Wälzlagerhersteller Koyo begann an Motoren zu schrauben, war mir natürlich noch nicht bewusst, welche Dimensionen diese Arbeiten einmal annehmen könnten. Fest stand aber damals wie heute:

Geht nicht, gibt’s nicht!

Und so begann ich in Eigenregie Motoren zu zerlegen, die mir möglichen Instandsetzungsarbeiten zu erledigen und mit Hilfe von örtlichen Instandsetzern, Leitfäden und viel Recherche diese wieder zusammenzubauen.

Ich begann, Systematiken zu entwickeln, die mir das Messen und Kontrollieren von Bauteilen erleichterten und das Gedächtnis schonen. Bis heute verwenden wir Teile der Checklisten und Leitfäden aus dieser Zeit mit Erfolg. Im Gegensatz zu anderen Gewerken der Handwerksbranche ist der Beruf des Motoreninstandsetzers aussterbend, da die grundlegenden Inhalte dieses Berufes vom Kfz-Mechatroniker ersetzt oder nicht mehr benötigt werden. Bekanntlich schrauben wenige Kfz-Werkstätten erfolgreich an Motoren herum, woraus für mich ein Geschäftsmodell entstand.

Als wir 2011 begannen, die Schrauberei gewerblich durchzuführen, nutzten wir das Internet auf Plattformen wie Ebay oder unsere sehr einfach gestaltete Website, um das Produkt „Austauschmotor“ an den Mann zu bringen. Damals waren wir einer der Wenigen Instandsetzer, die online generalüberholte Austauschmotoren verkauften. Wir begannen mit den VW GTI Modellen aus den 80ern (1.8 16V, 2.0 16V, 1.8 G60) und den bekanntlich schwierig zu handhabenden VR6 Motoren aus dem Golf, Corrado, Passat, usw. Wir fanden eine sehr gute Nische im Bereich der Benzin-Verbrennungsmotoren, in der wir bis heute hauptsächlich zu Hause sind. Dieselmotoren waren nie ein großes Thema, da die Handhabung und dessen Aufbau (Einspritzpumpe, Injektoren, etc.) weitere Kenntnisse erforderte, die wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht besaßen.Ich konzentrierte mich auf das Ziel eine Motoreninstansetzung aufzubauen, die sämtliche Motoren online zur Verfügung stellt und dem Kunden den best-möglichen Service bieten könnte.

Ich stellte schnell fest, dass die Anforderungen der Kunden sehr individuell sind. Der eine möchte einen Austauschmotor, welcher einem werksneuen Motor möglichst nah kommt, der andere möchte einfach nur einen laufenden Motor, ohne optische Anforderungen, rein preisbezogen. Ich musste mir also etwas einfallen lassen, um die verschiedenen Kundenanforderungen abzudecken und führt schließlich ein Stufensystem ein, welches bis heute Bestand hat.

Das Wachstum der Firma nahm zu und wir mussten einige Male den Standort wechseln. Ich versuchte das Risiko einer Finanzierung erstmal nicht in Betracht zu ziehen, solange wir nicht alle Maschinen besaßen, um eine vollwertige Motoreninstandsetzung zu bilden. Das Ziel sollte erreicht werden, jedoch nicht mit allen Mitteln. Und so zogen wir quasi jährlich in eine größere Halle, warben Mitarbeiter an und wuchsen zu dem was wir heute sind.Ein vollwertiger Motoreninstandsetzungsbetrieb. 

gez. Marvin Kobus , Inhaber MIK Motoren GmbH